Schleimpfropf

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    Der Schleimpfropf bildet sich, wenn du schwanger bist. Die Schleim bildenden Drüsen an deinem Gebärmutterhals, fachsprachlich Cervix, bilden in der Schwangerschaft einen besonders stabilen Schleim. Zuvor, während deines normalen weiblichen Zyklus, waren diese Drüsen verantwortlich für den Zervixschleim.

    Nun aber produzieren sie in der Schwangerschaft stetig einen abdichtenden Pfropf am unteren Ende deines Gebärmutterhalses. Dieser Schleimpfropf verschließt den Muttermund. Er dichtet ihn ab gegen die Vagina und schützt somit dein Baby und dich vor aufsteigenden Infektionen.

    Am Ende deiner Schwangerschaft wird der Schleimpfropf nicht länger benötigt. Er löst sich auf oder geht als ganzes verloren. Manche Frauen scheiden ihn jedoch erst unter der Geburt aus. Verlierst du zunehmend Schleim oder findest du Schleimstücke in deinem Slip, kann dies ein Anzeichen sein, dass die Geburt bald bevor steht.

    Im Mittel vergehen nach dem Abgang des Schleimpropfs noch

    Habe ich auch in der Schwangerschaft Schleim?

    Ja. In der Regel produzierst du sogar mehr Schleim, als du es sonst gewohnt bist. Der Schleim ist jedoch ähnlich wie am Ende der 1. Zyklushälfte. Also eher weißlich-cremig und nicht klar. Der Schleim dichtet wie ein Pfropf den Ausgang deines Muttermunds ab. Er wirkt als Abwehr gegen Infektionen.

    Wann löst sich der Schleimpfropf?

    Wenige Tage vor der Geburt kann es sein, dass sich der gesamte Schleimpfropf löst. Dieser ist dann häufig leicht schmierblutig durchsetzt; das ist aber ganz natürlich. Viele Frauen bemerken aber eher eine Zunahme des Schleims in den Wochen vor der Geburt. In dieser Zeit verflüssigt sich der Schleimpfropf und löst sich so auf. Dieses Phänomen nennt sich Zeichnen.

    Leider ist die Menge an Schleim vor der Geburt und das Lösen des Schleimpfropfs nur ein sehr ungenaues Anzeichen, wann tatsächlich die Geburt beginnt. Sicher ist jedoch, dass es ein Anzeichen ist, dass sich etwas tut. Denn der Schleimpfropf beginnt sich erst zu lösen, wenn sich der Gebärmutterhals verkürzt und der Muttermund sich beginnt zu öffnen.

    Sollte ich zum Arzt wenn sich der Schleimpfropf löst?

    Löst sich dein Schleimpfropf musst du noch nicht zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen. Passiert dies hingegen vor dem Ende der 37. Schwangerschaftswoche (37+0 Schwangerschaftswochen) und kommen zudem Wehen hinzu, solltest du einen Arzt aufsuchen. Dieser kann nachsehen, ob es sich tatsächlich um den Schleimpfropf handelt, ob eine Infektion droht und tatsächlich vorzeitige Wehen mit im Spiel sind.

    Auch wenn du viel Schleim verlierst und es gleichzeitig beginnt, zu jucken und/oder zu brennen, solltest du einen Frauenarzt aufsuchen. Dann handelt es sich eher um eine vaginale Infektion, die behandelt werden sollte. Denn der Abgang des Schleimpfropfs verursacht keine Schmerzen.


    Dieser Beitrag ersetzt weder einen Arztbesuch, noch stellt er eine Behandlungsempfehlung dar. Er dient lediglich der Information.  

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    Katrin Beranek
    Stolze Mutter dreier wundervoller Kinder und leidenschaftliche Ärztin. Vor meinem Medizinstudium war ich hauptberuflich als passionierte Journalistin tätig. Jetzt schreibe & recherchiere ich für euch im MamiWiki!