HELLP-Syndrom

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    Schwangerschaft Krank HELLP Syndrom

    HELLP-Syndrom

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    Das HELLP-Snydrom stellt einen akuten und gefährlichen medizinische Notfall in der Schwangerschaft dar. Ein HELLP-Syndrom kann sich unter anderem aus einem unbehandelten oder unzureichend behandelten Bluthochdruck in der Schwangerschaft entwickeln oder kann als Folge einer Präeklampsie auftreten. Das Risiko nach einer Schwangerschaft mit HELLP-Syndrom erneut in einer folgenden Schwangerschaft ein HELLP zu entwickeln, liegt in Deutschland bei knapp 13 Prozent. Dies wiederum bedeutet, dass du in einer Schwangerschaft nach HELLP in der Vorgeschichte besonders sorgfältig und regelmäßig zu den Schwangerschaftsroutinekontrollen gehen solltest. Denn nach einem HELLP-Syndrom ist ebenso das Risiko an einer auf den ersten Blick unscheinbarerer Komplikation, wie beispielsweise einem reinen Bluthochdruck in der Schwangerschaft, zu erkranken erhöht.

    Die ersten Warnsignale einer Bluthochdruckbedingten Erkrankung in der Schwangerschaft erfährst du im MamiWiki Schwangerschaftshypertonie.

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    Für was steht eigentliche „HELLP“?

    Die Abkürzung HELLP setzt sich zusammen aus drei Bestandteilen bzw. einzelnen Krankheitserscheinungen:

    • H“ steht für Hämolyse, eine schnelle und starke Zerstörung roter Blutkörperchen
    • EL“ steht englisch für „elevated liver enzymes“, zu deutsch stark erhöhte Leberwerte
    • LP“ steht englisch für „low platelets“, ein deutlicher Mangel an Blutplättchen

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    Wie erkenne ich ein HELLP-Syndrom?

    Ein HELLP-Syndrom zeigt sich aus dem Zusammenspiel einer ganzen Reihe an Anzeichen. Nicht immer geht ein Schwangerschaftshochdruck der Erkrankung voraus. In einem Fünftel der Fälle tritt das HELLP-Syndrom auch ohne vorangegangene Schwangerschaftshypertonie auf.

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    Zu den möglichen Anzeichen für HELLP gehören:

    • Meist: Plötzlich auftretende starke rechtsseitige Oberbauchschmerzen oder Schmerzen hinter dem Brustbein.
    • Meist: Bluthochdruck in der Schwangerschaft.
    • Manchmal: In 15 Prozent Eiweißverlust über den Urin.
    • Selten: Nervliche Störungen.

    Jeder neu auftretende Oberbauchschmerz sollte nach der 18. Schwangerschaftswoche von einem Arzt abgeklärt werden. Dabei können die Schmerzen am Stück, zunehmend oder in Schüben verlaufen.


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    Weiterführende Fachliteratur: AWMF Leitlinie „Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen: Diagnostik und Therapie“

    Dieser Beitrag ersetzt weder einen Arztbesuch, noch stellt er eine Behandlungsempfehlung dar. Er dient lediglich der Information.