Blasenmole

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    MamiWiki Blasenmole Schwangerschaft Frühschwangerschaft
    Eine Blasenmole führt häufig zu sehr intensiven Schwangerschaftsleiden, wie Erbrechen & Co.

    Blasenmole

    Eine Blasenmole entsteht aus einer sehr frühen, nicht normalen Schwangerschaftsanlage. Der Fehler liegt bereits während oder kurz nach der Befruchtung der Eizelle vor. Häufig handelt es sich umeine  leere Eizelle, also eine Eizelle ohne eigene Erbsubstanz bzw. Chromosomen, die dafür von einem Spermium mit ebenfalls fehlangelegter Erbsubstanz befruchtet wird. Aus einer Blasenmole kann keine erfolgreiche Schwangerschaft entstehen; vielmehr bedeutet sie ein ernst zunehmendes Risiko für die Gesundheit der Mutter und sollte durch eine Ausschabung beendet werden, um zukünftigen Schaden abzuwenden.

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    Wie erkenne ich eine Blasenmole?

    Häufig leiden Frauen mit Blasenmole an extremer Schwangerschaftsübelkeit, bis hin zu Hyperemesis gravidarum, Anzeichen ähnlich einer Schilddrüsenüberfunktion oder eine Präeklampsie. Ebenso können bekannte Schwangerschaftsanzeichen krankhaft verstärkt sein, wie Brustspannen, Stimmungsschwankungen und Kreislaufprobleme. Denn eine Blasenmole produziert in der Regel ungewöhnlich hohe, krankhaft gesteigerte Schwangerschaftshormonwerte: Das so genannte Beta-HCG ist sowohl im Blut als auch im Urin drastisch erhöht gegenüber einer regulären Schwangerschaft. Dies kann zu einem sehr starken oder verfrüht positiven Schwangerschaftstest führen.

    Spätestens beim ersten Ultraschall beim Frauenarzt fällt auf, dass die kindliche Anlage meist fehlt. Hingegen sind die Strukturen der Plazenta, des Mutterkuchens, deutlich vergrößert. Auch die Gebärmutter ist gegenüber ihres normal üblichen Wachstums in der Schwangerschaft größer als regulär. Die Gebärmutter, der Uterus, ist durchzogen von zystischen, blasigen Anteilen. Daher stammt der Name „Blasenmole“.

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    Welche Gefahren drohen durch eine Blasenmole?

    Die Blasenmole zählt zu der Gruppe der Schwangerschaftsbedingten Tumorerkrankungen.

    In einem Drittel aller Fälle von Frauen mit Blasenmolen entwickeln sich Zysten an den Eierstöcken, die zu Schmerzen im Unterleib führen können.

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    Wie wird eine Blasenmole behandelt?

    Wird bei dir eine Blasenmole festgestellt, sollte möglichst noch am selben Tag eine Ausschabung erfolgen. Genauer gesagt handelt es sich hierbei um eine so genannte Saugkürretage. Das krankhaft veränderte Gewebe der Gebärmutter wird in einer kurzen Vollnarkose mit einem Sauger vorsichtig abgesaugt und nicht wie bei einer Ausschabung bei verhaltener Fehlgeburt mit einer Art Löffel ausgeschabt. Dabei erfolgt während und nach der Operation eine Kontrolle mit Ultraschall.

    Häufig erhalten Frauen mit Blasenmole vor der Saugkürretage ein vaginales Zäpfchen mit Prostaglandinen. Dieses soll den Muttermund weicher machen und senkt die Gefahr von Verletzungen des Gebärmutterhalses oder zukünftiger Muttermundschwäche.

    Frauen, die an einer Blasenmole erkrankt sind, haben wie oben beschrieben oftmals eine für ihre Schwangerschaftswoche zu große und meist zu weiche Gebärmutter. Dadurch muss die Absaugung sehr schonend erfolgen. Denn bei einer Blasenmole ist das Risiko für eine unabsichtliche Durchstoßung der Gebärmutterwand sowie das Risiko für Blutungen größer als bei einer normalen Ausschabung. Blutet eine Frau nach oder während der Operation zu stark, kann das Hormon Oxytocin eingesetzt werden. Dieses zieht die Gebärmutter zusammen.

    Eine totale Entfernung der Gebärmutter ist im absoluten Notfall die letzte Option, wenn dein eigenes Leben auf dem Spiel steht. Da von Blasenmolen in der Regel nur Frauen im zeugungsfähigen Alter oder mit bestehendem Kinderwunsch betroffen sind, ist man mit einer Gebärmutterentfernung extrem zurückhaltend.

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    Was muss ich nach der OP bei Blasenmole beachten?

    Nach einer Absaugung muss bei einem von den Ärzten bestätigten Befund einer Blasenmole regelmäßig alle 2-3 Wochen der Beta-HCG-Wert bestimmt werden. Sinkt der Hormonwert nicht unter 1500 sollte die Gebärmutter erneut in einer kurzen Operation abgesaugt werden, da eventuell kleine Überreste der Blasenmole im Körper verblieben sind.

    Obwohl eine Blasenmole zu den Tumorerkrankungen zählt, ist eine Chemotherapie nicht notwendig, wenn nach der Absaugung die Hormonwerte stetig sinken oder negativ ist.

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    Was sind die Gefahren einer Blasenmole?

    Hier geht es bald  weiter. Zur Zeit arbeitet das MamiWiki Team an diesem Beitrag. Danke für dein Verständnis.


    Dieser Beitrag ersetzt weder einen Arztbesuch, noch stellt er eine Behandlungsempfehlung dar. Er dient lediglich der Information.