„Welche Medikamente brauche ich
wirklich für mein Baby?“

von Dr. Golo Beranek

Apotheker, spezialisiert auf Kinder

 

Solange du noch stillst, ist dein Baby in den ersten sechs Monaten gut vor den meisten Krankheiten geschützt. Durch das Stillen überträgst du dein Immunsystem auf das Kleine und schützt es ganz natürlich vor allerlei Infektionen.
Dann aber geht es los. Spätestens mit dem ersten Tag in der Kita fängt das Kränkeln und Husten an. Wichtig ist immer: Wenn du das Gefühl hast, dass etwas mit deinem Kind ernsthaft nicht stimmt, vertraue auf dein Gefühl als Mutter oder Vater und gehe mit deinem Baby zum Kinderarzt. Je mehr Kinder du hast und je älter sie werden, desto besser kannst du Erkrankungen einschätzten. Ist es wirklich ernst oder doch nur eine kleine Erkältung? Lass dich nicht von Kommentaren anderer Mütter oder des Kinderarztes entmutigen, sondern vertraue auf dein Gefühl.

Arzneimittel müssen für jedes Kind im einzelnen auf ihre Anwendbarkeit geprüft werden. Sprich deshalb mit deinem Arzt oder Apotheker, ob ein bestimmtes Medikament für dein Kind geeignet ist. Nur durch kompetente Beratung erzielst du den besten Erfolg ohne deinem Kind Schaden zuzufügen.

Hier findest du die wichtigsten Dinge, die in deiner Babyapotheke nicht fehlen sollten. Tolle Empfehlungen, was deinem Baby sonst noch gut tut bei Erkältung, Zahnen & Co. findest du in den einzelnen Rubriken der Babyapotheke. Die Babyapotheke hier bietet dir eine gute Übersicht und soll dir helfen, dass du nicht unbedingt nachts mit oder ohne deinem kranken Kind untre dem Arm müde die nächste Notdienstapotheke aufsuchen musst. 


Das sollte in deiner Babyapotheke nicht fehlen:

Verstopfte Nase bei Babys:

  • Am besten die Nasentropfen für Säuglinge von Nasivin®. Wieso? Die sind zwar etwas teurer, haben dafür aber keine Konservierungsmittel und sind in einem Pumpspender. Dieser sieht zwar aus wie ein Spray, ist er aber nicht. Er ermöglicht die exakte Dosierung von genau einem Tropfen pro Nasenloch. Danach kann dein Baby wieder frei atmen und schlafen, um wieder gesund zu werden.
  • Alternativ kannst du die Nase mit NaCl (Kochsalz) spülen. Dieses gibt es ebenfalls günstig zu kaufen und hilft deinem Baby beim Durchatmen.
  • Für Babys ab 6 Monaten empfiehlt sich das Wick Vapo Spray für Babys und Kinder®. Dieses zerstäubt Meerwasser hauchfein, reinigt und befreit die Nase.

Fieber- und Schmerzmittel für Babys:

  • Sowohl Paracetamol- als auch Ibuprofen haltige Arzneimittel haben eine fiebersenkende und schmerzstillende Wirkung. Wichtig ist immer auf die angegebene Dosierung und Tageshöchstmenge auf der Flasche zu achten. Am besten orientierst du dich anhand des Körpergewichts deines Kindes. Paracetamol kann bei Überdosierung giftig für das Kind sein. Deshalb wird empfohlen, dieses im Wechsel mit Ibuprofen zu geben.

Das hilft deinem Baby bei heftigen Zahnschmerzen:

  • Oft werden zuerst homöopathische Arzneimittel gegeben. Die am häufigsten eingesetzten Homöopathika sind Osanit® Globuli und Vibrucol® Zäpfchen.  Wenn die Wirkung nicht ausreicht, oder das Kind in der Nacht zu schreien beginnt, können auch Schmerzmittel mit Ibuprofen oder Paracetamol eingesetzt werden (s.o.).

Das hilft deinem Baby gegen Durchfall:

  • Kinder verlieren sehr schnell viel Flüssigkeit. Ein Durchfall ist deshalb eine ernste Erkrankung und sollte immer sehr gut im Blick behalten werden. Bitte befolge den Rat und gehe mit deinem Kind zum Arzt, wenn du das Gefühl hast, es stimmt etwas nicht: dein Baby trinkfaul ist, müde und schläfrig oder nicht mehr auf Ansprache reagiert. 
  • Bringst du schon Erfahrung mit und dein Baby bekommt bereits Breikost, kannst du den Durchfall mit Hausmitteln, wie gekochten und pürierten Karotten oder zerquetschter Banane sehr gut behandeln. Je nach Alter des Kindes gibt es Elektrolyt-Lösungen in Kombination mit Darmbakterien (Infektodiarrhstop®) oder Hefen (Perenterol junior®). Diese bringen wieder gute Bakterien in den Darm. Dann funktioniert er wieder.

Wenn der Husten dein Baby quält:

  • Hustenlöser, auch Schleimlöser genannt, helfen deinem Baby, den zähen Schleim aus der Lunge abzuhusten. Damit befördert es die Keime nach außen und das ist etwas Gutes. Der am meisten verwendete Hustenlöser ist Mucosolvan® Kindersaft. Dieser ist chemischen Ursprungs und sollte erst nach dem 6. Lebensmonat gegeben werden. Für Mütter, die lieber natürlich behandeln wollen, gibt es Alternativen. Lass dich dazu individuell von deinem Apotheker beraten.
  • Hustenstiller lindern den Hustenreiz und helfen deinem Kind erholsam zu schlafen. Bewährt hat sich hier Phytohustill®, ein pflanzlicher Sirup.

Wenn der Baby Popo wund ist:

  • Zink- oder Panthenol haltige Salben sind für wunde Hautbereiche bei Groß und Klein geeignet und sollten deshalb immer griffbereit sein.
  • Gute Dienste leistet auch Heilwolle. Diese kann in die Windel eingelegt werden, gibt Heilstoffe ab und saugt scharfen Urin und gerade scharfe Breistühle auf.

Dieser Beitrag ersetzt weder einen Arztbesuch, noch stellt er eine Behandlungsempfehlung dar. Er dient lediglich der Information.  

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